Am 30. November 2025, dem ersten Advent, feierten wir mit Pfarrerin Julia Kaiser in unserer Gemeinde einen sehr bewegenden Gottesdienst, bei dem der alte Kirchenvorstand verabschiedet und gleichzeitig der neue Kirchenvorstand offiziell in sein Amt eingeführt wurde.

Der neue Kirchenvorstand. Hintere Reihe von links nach rechts: Leonie Scharf, Marion Friedrich, Bettina Lindner, Ulrich Walter. Vordere Reihe von links nach rechts: Verena Frohnapfel, Petra Sauer, Patricia Ulrich, Franziska Zinn (im Foto fehlt Elisabeth Mohr)
Großer Dank gilt dem bisherigen Kirchenvorstand, der sich über viele Jahre hinweg engagiert und mit viel Herzblut für das Wohl unserer Gemeinde eingesetzt hat. Nicht nur wir und unsere Kirchengemeinde sind den scheidenden Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern zu Dank verpflichtet. Die Bischöfin unserer Landeskirche, Dr. Beate Hofmann, dankt in besonderer Weise den langjährigen Mitgliedern des Kirchenvorstandes für ihren Einsatz in der Gemeinde Jesu Christi. Pfarrerin Kaiser überreichte im Namen der Bischöfin drei besondere Auszeichnungen:
In Würdigung ihres 18-jährigen Dienstes als Kirchenvorsteherinnen wurden Simone Keßler und Sandra Mohr die Dankmedaille der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck verliehen.
Martin Schleicher wurde in Würdigung seines 24-jährigen Dienstes als Kirchenvorsteher unserer Gemeinde die Maria-Magdalena-Medaille der Landeskirche verliehen.

Von links nach rechts: Sören Scharf, Sibylle Hümmer, Sandra Mohr, Simone Keßler, Ira Magerhans, Martin Schleicher
Als Dankeschön und Anerkennung ihrer Arbeit sang Pfarrerin Kaiser den scheidenden Mitgliedern folgendes Lied auf die Melodie von „Möge die Straße“:
Liebe Sibylle, du hast 6 Jahre,
hier in der Gemeinde viel gemacht,
alles rund um Schmalnau gemanagt,
und in Liturgie dich eingebracht.
Und nun ist die Zeit vorüber,
Friedhof, Sitzung, Orga hing da dran,
wir sagen danke tief im Innern,
für das, was man nicht alles sehen kann.
Liebe Ira, du hast 6 Jahre,
in Dalherda wohl alles geplant,
Kirche, Heizöl und den Adventskranz,
in Baufragen warst du immer am Start.
Und nun ist die Zeit vorüber,
wir hoffen, dass du uns nicht ganz verlässt,
beim Schmücken, Planen und Organisieren,
noch weiter deine Hand walten lässt.
Lieber Sören, du hast 6 Jahre,
dich mit ganzem Herzen eingebracht,
Technik, Zeltplatz und Digitales,
hast du zuverlässig hier gemacht.
Und nun ist die Zeit vorüber,
für Pfadis und Konfis warst du da,
wir werden dich doch sehr vermissen,
und hoffen, du bleibst weiter hier uns nah.
Liebe Sandra, du hast 18 Jahre,
hier in der Gemeinde viel getan,
mit ganz viel Mut, deine Meinung zu vertreten,
in Finanzen, Kreissynode hast du Plan.
Und nun ist die Zeit vorüber,
Zeit mit Konfis und in dem KV,
aber als Lektorin bleibst du bei uns,
mit lautem Lachen kennen wir dich genau.
Liebe Simone, du hast 18 Jahre,
hier bei uns so vieles aufgebaut,
Gemeindereisen, Tagesausflüge,
eine Kirche als Modell uns anvertraut.
Und nun ist die Zeit vorüber,
die Sitzungen laufen nun ohne dich,
wir danken dir für alle Ideen,
und hoffen, du behältst sie nicht für dich.
Lieber Martin, du hast 24 Jahre,
den Kirchenvorstand mit hier angeführt,
vieles war nicht immer einfach,
es lag dir sehr am Herzen, was man spürt.
Und nun ist die Zeit vorüber,
Planen, Machen, vieles hing an dir.
Für die Dinge, die niemand sieht,
von Herzen danken wir dir dafür.
Und nun ist die Zeit vorüber,
Neues fängt jetzt für euch alle an.
Wir sagen DANKE, für alles was man sieht,
und nicht einmal in Worte fassen kann.
Am Eingang hatte jeder Gottesdienstbesucher ein „Bitte-Nicht-Stören“-Schild bekommen, worauf Pfarrerin Kaiser dann in ihrer Predigt näher einging. Sie forderte uns auf, Gott in unseren Alltag hineinzulassen, um in unserem Leben Liebe, Gerechtigkeit und Veränderung zu ermöglichen. Gott klopfe an unsere Tür und „störe uns liebevoll zum Guten“.
Im Gottesdienst wurden auch die neuen Konfirmandinnen und Konfirmanden begrüßt. Pfarrerin Kaiser betonte, dass diese Jugendlichen mit dem Schritt, konfirmiert werden zu wollen, Gott auch ihre Türe öffnen und ihm die Chance geben, in ihr Leben kommen zu dürfen.
Und noch ein weiterer Abschied stand in diesem Gottesdienst an: Julia Kaiser hat den Staffelstab als Vakanzvertretung unserer Kirchengemeinde an ihren Kollegen Pfarrer Helmut Stradal übergeben. Helmut Stradal ist als Pfarrer unserer Nachbargemeinde Gersfeld kein Unbekannter und er wird uns unterstützen, bis hoffentlich die Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Hettenhausen-Dalherda bald wieder besetzt ist.
Julia Kaiser danken wir von Herzen für alles, was sie seit Mai 2025 für unsere Gemeinde getan hat, für ihre Unterstützung, ihre Ideen und ihre ansteckende Begeisterung!
Der erste Advent stand damit für Dankbarkeit und Abschied, aber auch für einen Neubeginn. Der neue Kirchenvorstand blickt mit Zuversicht und Mut auf die kommenden Jahre in unserer Gemeinde und ist bereit, das Gemeindeleben aktiv weiterzuentwickeln.
Anmerkung: Die Amtseinführung von Elisabeth Mohr, die leider am 1. Advent nicht anwesend sein konnte, wurde im Gottesdienst zum Ausklang der Weihnacht am 11. Januar 2026 nachgeholt.
(Patricia Ulrich, Marion Friedrich)































