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An dieser Stelle möchten wir Sie über aktuelle Veranstaltungen und Aktionen der Kirchengemeinden aus unserem Kooperationsraum Rhön informieren.

 

 

 

 

 

“BACH 2020”: Musik für alle – mitten in der Rhön

200. Todestag von Johann Michael Bach (1745-1820), dem “Tanner Bach”

Kooperationsraum – dieser etwas sperrige Begriff meint die Zusammenarbeit benachbarter Gemeinden in den Bereichen, in denen es möglich ist und Sinn macht, Kräfte zu bündeln. Auch wenn der Begriff relativ neu erscheint, so sind Kooperationen doch etwas sehr Altes und Bewährtes. Das macht sie möglicherweise zu etwas Zukunftsträchtigem – auch für die Kirche.

Musik ist immer Kooperation: Wer Musik macht, tut das selten alleine. Musik macht man gemeinsam. Musik hat immer einen sozialen Aspekt; es geht um ein Miteinander, aus dem etwas Schönes hervorgeht.

Kooperation war auch ein Anliegen des „Tanner Bach“. Aber wer war das eigentlich?

Johann Michael Bach (1745-1820) wurde in Struth bei Schmalkalden geboren und verbrachte nach Reisen durch Europa zwei längere Phasen seines Lebens, nämlich von 1768 bis 1778 und dann noch einmal von 1785 bis 1795 als Kantor in der Rhönstadt. Hier hat er die Kirchenmusik entscheidend mitgeprägt. Am 13. Juni 1820 starb er in Elberfeld, einem Stadtteil des heutigen Wuppertal. Er gehört zu den wenigen Mitgliedern der Bach-Familie, deren Leben sich nicht ausschließlich im geographisch engräumigen Thüringen abspielte: Johann Michael hielt sich „daheim im Vaterlande, bald auch in England und selbst auf dem fernen Hoffnungs-Kap“ […] ebenso auf wie „in entlegenen Gegenden Teutschlands [sic!] und in der Schweiz“ (Auszug aus dem Nachruf in der „Allgemeinen Zeitung“ Elberfeld vom 15. Juni 1820); und überall war er als Musiker tätig.

Was macht nun Johann Michael zu einem Kooperations-Vorbild? Er schaute über den eigenen Tellerrand hinaus. Er reiste, um zu lernen und um Erfahrungen zu sammeln. Er scheiterte aber auch und musste sich neu orientieren. Überall aber, wo er war, war er auf Kooperationspartner angewiesen: Wenn er eigene Werke aufführte, benötigte er Musiker; wenn er veröffentlichte, brauchte er Verleger und Käufer; wenn er lernte, brauchte er Lehrer; wenn er lehrte, brauchte er Schüler; usw. Und all das hat er geschafft. Sein Mut, seine Tatkraft und sein Anspruch machen ihn auch zu einem Vorbild für den Kooperationsraum Rhön. Wenn wir über unseren eigenen Tellerrand hinausschauen, voneinander lernen und miteinander agieren, können wir alle nur gewinnen!

Umso herzlicher lade ich Sie alle ein zu den Veranstaltungen von „Bach 2020“, die an den 200. Todestag des „Tanner Bach“ erinnern. Die Tanner Kirchenmusik plant einen Kantatenzyklus, bei dem alle elf noch erhaltenen und bisher bekannten geistlichen Kantaten von verschiedenen Chören der Region aufgeführt werden; es gibt Projektchöre und auch ein Festwochenende. Dazu haben wir uns auch Kooperationspartner gesucht: Professoren, Studenten und Absolventen der Theologischen Fakultät Fulda gestalten Impulse zu den Kantaten; Schülerinnen und Schüler der Wigbertschule Hünfeld sind pädagogisch in die kulturelle Arbeit eingebunden worden und übernehmen die technische Betreuung der Veranstaltungen; dem Kultur- und Geschichtsverein Tann ist die lokale und regionale Verankerung des „Tanner Bach“ ein besonderes Anliegen.

Nähere Informationen zum Jahresprogramm entnehmen Sie bitte dem Flyer.

(Kantor Thomas Nüdling, Tann)

 

Kontakt:
Evangelische Kirche Tann
Kirchenchor
Annastraße 6
36142 Tann (Rhön)
Telefon: 06682 266
E-Mail: info@bach2020.de

www.bach2020.de

 

 

 

Auch wir müssen aufgrund der aktuellen Situation unsere Konzertreihe leider absagen bzw. verschieben. Zunächst finden bis frühestens zum Reformationstag 2020 keine weiteren Konzerte bzw. Veranstaltungen innerhalb unseres Kantatenzyklus statt.

 

(mf)