{"id":9134,"date":"2021-06-06T14:04:39","date_gmt":"2021-06-06T12:04:39","guid":{"rendered":"https:\/\/kirche-hettenhausen.de\/site\/?page_id=9134"},"modified":"2026-01-03T19:08:55","modified_gmt":"2026-01-03T18:08:55","slug":"pfarrer-damals-und-heute","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kirche-hettenhausen.de\/site\/unsere-kirchen\/kirche-st-georg-hettenhausen\/pfarrer-damals-und-heute\/","title":{"rendered":"Pfarrer damals und heute"},"content":{"rendered":"<p>Aus der Zeit vor Beendigung des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges sind uns nur die Namen von drei Geistlichen bekannt geblieben: <strong>Peter Donsel 1474<\/strong>, <strong>Valentin Gutmann 1505<\/strong>, <strong>Jeremias Wengeslei 1624<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nach der Wiedereinnahme der Kirche im Jahr 1649<\/strong> wurde die hiesige Pfarrei von dem in Gersfeld von 1634-1669 amtierenden Pfarrer <strong>Hermann Ruprecht<\/strong> mitversehen, bis sie im Jahr 1653 in <strong>Johann Jakob Romroth (1653-1662)<\/strong> wieder ihren eigenen Geistlichen erhielt. Nach seiner Verabschiedung trat an seine Stelle <strong>Johann Conradi (1662-1669)<\/strong>, der sp\u00e4ter bis 1673 in Gersfeld wirkte. Ihm folgte <strong>Wilhelm K\u00fchnreich (1669-1673)<\/strong>. Er wurde 1640 zu Neurode in Th\u00fcringen geboren, wohin sein Vater der Religionsunruhen wegen fl\u00fcchtete und bis 1649 als Pfarrer verblieb. Nach seiner vierj\u00e4hrigen Amtst\u00e4tigkeit in Hettenhausen war er bis zu seinem Tod Pfarrer in Gersfeld.<\/p>\n<p>Nach ihm kam <strong>Johann Neumann (1674-1701)<\/strong>, im Jahr 1701 erhielt sein Sohn <strong>Johann Christoph Neumann (1701-1724)<\/strong> des Vaters Stelle. Nach gehaltener Probepredigt wurden s\u00e4mtliche Pfarrgemeindeglieder, Mann f\u00fcr Mann, um ihre Meinung gefragt. Auf eigene Kosten wurde er zu Gie\u00dfen examiniert und ordiniert, aber von beiden Gemeinden, die 23 Gulden zusammenlegten, samt seiner Braut in einer Kalesche abgeholt. Im Jahr 1724, nach dem Tod des alten Pfarrers K\u00fchnreich, kam er nach Gersfeld, w\u00e4hrend dessen Sohn und Adjunkt <strong>Jakob K\u00fchnreich (1724-1748)<\/strong> nach Hettenhausen versetzt wurde. Sein Adjunkt Georg Gottlob Volkardt erhielt 1748 die Pfarrstelle in Gersfeld, w\u00e4hrend dem Pfarrer von Gersfeld, <strong>Johann Teophilus Seyfert (1748-1779)<\/strong> die Pfarrstelle in Hettenhausen, auf die er schon die Anwartschaft in 1739 erhalten hatte, endg\u00fcltig \u00fcbertragen wurde. Auch er erhielt 1772 einen Adjunkten, <strong>Jakob Karl R\u00f6mheld (1779-1787)<\/strong>, der dann auch 1779 Pfarrer hier wurde. Ihm war das Examen ganz geschenkt worden, weil er gute Universit\u00e4ts-Zeugnisse hatte. Er verdient vor allem einer ehrenwerten Erw\u00e4hnung, weil man seinem unerm\u00fcdlichen Flei\u00df im Abschreiben und Ordnen der wenigen Nachschriften, die, wie er selbst sagte, in einzelnen herumfliegenden Bl\u00e4ttern dalagen, die ersten Anf\u00e4nge einer Chronik zu verdanken hat. Seine Bem\u00fchungen um den Neubau der Kirche wurden schon erw\u00e4hnt. Nach allem, was \u00fcber ihn vorliegt, war er ein t\u00fcchtiger Geistlicher; 1779 suchte er darum nach, dass alle neuen Anbauern evangelischen Glaubens in der Ruh, Gichenbach, Neuwart und Altenfeld der hiesigen Pfarrei einverleibt wurden.<\/p>\n<p>Es folgte ihm sein Bruder <strong>Friedrich Justus R\u00f6mheld (1787-1804)<\/strong>, der vorher Konrektor in Nidda war. Im Jahr 1800 nahm er den Sohn seines Bruders und Vorg\u00e4ngers zum Gehilfen an. Wegen Unfriedens mit der Gemeinde wurde er nach dem ebenfalls zum F\u00fcrstentum Fulda geh\u00f6renden Geroda versetzt. Der dortige Pfarrer <strong>Franz Konrad Weigand (1804-1836)<\/strong> kam hierher. In seine Amtszeit f\u00e4llt der wiederholte Wechsel in unserer staatlichen Zugeh\u00f6rigkeit.<\/p>\n<p><strong>Dalherda, seit Jahrhunderten nach Hettenhausen eingepfarrt, erhielt 1835 seinen eigenen Geistlichen und wurde selbst\u00e4ndige Kirchengemeinde.<\/strong><\/p>\n<p>Weigand trat 1836 in den Ruhestand und starb 1847 im Alter von 88 Jahren, ein Grabstein kennzeichnet seine Ruhest\u00e4tte. Sein Nachfolger wurde sein Sohn <strong>Friedrich Karl Weigand (1837-1857)<\/strong>, bisher Pfarrer in Ditterswind in Unterfranken. Nach zwanzigj\u00e4hriger Wirksamkeit hier in seiner Heimat nahm er die Pfarrstelle in Osternohe in Mittelfranken an. Der Name Weigand ist in Hettenhausen noch nicht vergessen, haben doch mehrere Familien seit der Verheiratung der T\u00f6chter des zuletzt Genannten mit hiesigen B\u00fcrgern in den beiden Geistlichen ihre direkten Vorfahren. Nach dem Wegzug des Pfarrers Weigand wurde die hiesige Stelle eine Zeitlang durch den Vikar J. C. Hellmuth verwest, bis sie im Sommer 1858 dem Pfarrer <strong>Anton Schmiedel (1858-1866)<\/strong> endg\u00fcltig \u00fcbertragen wurde. Er starb hier am 3. August 1866 und liegt in der N\u00e4he der seitlichen Eingangst\u00fcr begraben. Sein Grabh\u00fcgel tr\u00e4gt ein einfaches Denkmal aus Eisen und wird in piet\u00e4tvoller Weise noch immer gepflegt. Bis zum folgenden Jahr wurde die Pfarrei zuerst durch Vikar Geiselbrecht, dann durch Vikar Bode verwest.<\/p>\n<p><strong>Von Stark (1867-1873)<\/strong> war sehr treu und gewissenhaft in seinem Amt und tat den Armen viel Gutes. Von seinem Eifer f\u00fcr den Kirchenbau wurde schon berichtet. Nach seinem Weggang als Gymnasiallehrer nach Schwerin wurde die Pfarrei von Pfarrer M\u00fcnch in Dalherda mitversehen, bis der Pfarrverweser Sch\u00e4fer die Vertretung \u00fcbernahm. Nach einem Jahr erhielt die Kirchengemeinde den Pfarrer <strong>Hermann Denhardt (1874-1881)<\/strong>. Er war vorher Oberlehrer in Greiz. In seine Amtszeit fiel der Neubau der Kirche. Am 1. Oktober 1881 erhielt er seine Versetzung nach Oberkalbach, Kreis Schl\u00fcchtern. Nun versah der zweite Pfarrer von Tann, Oberschulinspektor Lamm, die hiesige Pfarrstelle ein halbes Jahr lang.<\/p>\n<p><strong>Christoph Eiter (1882-1896)<\/strong> aus Mittelbuchen Kreis Hanau. Unter seiner Amtst\u00e4tigkeit wurde das neue Pfarrhaus gebaut. Er kam 1896 nach Gersfeld, lebte nach seiner Pensionierung in Marburg.<\/p>\n<p><strong>Heinrich Habicht (1897-1930)<\/strong> wirkte hier seit 1. Januar 1897; vorher vom 1. November 1886 an amtierte er in Dalherda. Am 18. Dezember 1928 st\u00fcrzte Pfarrer Habicht auf dem Weg zum Konfirmandenunterricht in dem Schulhaus in der N\u00e4he des Kriegerdenkmals auf der glatten Stra\u00dfe und brach den Oberarm. Am 1. Mai 1930 wurde er in den Ruhestand versetzt. Er starb am 22. September 1932 und wurde hier begraben.<\/p>\n<p>Nach dem Weggang des Pfarrers Habicht wurde die Verwesung der Pfarrstelle dem Pfarrer <strong>Kahl (1930-1934)<\/strong> in Dalherda \u00fcbertragen. Auf seinen Antrag erhielt er vom 1. Oktober 1930 die endg\u00fcltige Verwaltung der hiesigen Pfarrstelle. Am 12. Oktober 1930 wurde er in sein Amt eingef\u00fchrt. Vom 1. Oktober 1934 wurde er an die Christuskirche nach Hanau versetzt und am 17. Oktober 1934 schied er mit seiner Familie aus der hiesigen Gemeinde, die ihm am Vorabend als Zeichen seiner Wertsch\u00e4tzung und Dankbarkeit eine besondere Ehrung brachte.<\/p>\n<p>Die Pfarrstelle wurde bis zu ihrer Wiederbesetzung am 1. Mai 1935 von Pfarrer Langheinrich und Vikar K\u00e4brich aus Gersfeld mitversehen. Um die Pfarrstelle bewarb sich <strong>Friedrich Fritsch (1935-1947)<\/strong>, der am 22. April 1935 bei gef\u00fcllter Kirche seine Probepredigt hielt. Nachdem der Kirchenvorstand sich f\u00fcr ihn entschieden hatte, wurde ihm die Stelle zum 1. Mai 1935 \u00fcbertragen und am 1. M\u00e4rz 1936 wurde er in sein Amt eingef\u00fchrt. Mit Wirkung zum 1. Oktober 1947 wurde Dekan Fritsch nach Landau Kreis Arolsen versetzt, um den Versuch zu machen, dort eine Heimvolkshochschule der Landeskirche einzurichten, wie er sie bereits vor seinem Kommen nach Hettenhausen lange Zeit in Loshausen Kreis Ziegenhain gef\u00fchrt hatte. Dekan Fritsch starb am 9. M\u00e4rz 1966 in Ziegenhain und wurde am 13. M\u00e4rz 1966 in Hettenhausen beerdigt. Seine Frau starb am 7. Juni 1967 und wurde am 11. Juni 1967 beigesetzt. Das Grab befindet sich in der N\u00e4he der seitlichen Eingangst\u00fcr unserer Kirche.<\/p>\n<p>Pfarrer <strong>Friedrich Heyne (1947-1968)<\/strong> war nach Kriegsende und Entlassung aus der Gefangenschaft nach Fulda geschickt worden, wo er knapp zwei Jahre als Fl\u00fcchtlingspfarrer t\u00e4tig war. Dekan Fritsch veranlasste seine Berufung nach Hettenhausen. Am 29. September 1947 \u00fcbernahm er in Gegenwart von Dekan Fritsch und seinem Nachfolger im Dekansamt, Dekan Schuster, Akten und Inventar des Pfarrhauses Hettenhausen und mit Wirkung vom 1. Oktober 1947 die Verwaltung der Pfarrstelle in Hettenhausen. Zum 1. Dezember 1947 wurde er zum Pfarrer der Kirchengemeinde Hettenhausen berufen. Seine gottesdienstliche Einf\u00fchrung erfolgte auf seinen Wunsch erst nach dem Einzug seiner Familie in das Pfarrhaus am 25. April 1948. Bis dahin wohnte au\u00dfer Dekan Fritsch auch noch der Gendarmeriebeamte H\u00fchner im Pfarrhaus. Als Familie H\u00fchner auszog, wurde an ihrer Stelle ein j\u00fcngeres Ehepaar, der Schneider Fritz Hofmann und Ehefrau Lisa, zugewiesen. Lisa Hofmann wohnte nach dem allzu fr\u00fchen Tod ihres Ehemannes noch bis 1963 im Pfarrhaus und zog dann nach Fulda. Pfarrer Heyne wirkte 21 Jahre in Hettenhausen und ging mit Vollendung seines 68. Lebensjahres in Pensionierung. Er zog im Ruhestand mit seiner Familie nach Marburg. Seinen Abschiedsgottesdienst hielt er am 22. September 1968 und am 2. Oktober 1968 fand die Pfarramts\u00fcbergabe an Pfarrer Karl Birkenstock aus Dalherda statt, der die Vakanz bis zur Berufung eines neuen Pfarrers wahrnahm. Pfarrer Heyne starb am 19. M\u00e4rz 1994 und wurde in Hettenhausen gegen\u00fcber der seitlichen Eingangst\u00fcr unserer Kirche beigesetzt.<\/p>\n<p>Mit Wirkung vom 1. April 1969 kam Pfarrer <strong>Alfred Kunkel (1969-1991)<\/strong> mit seiner Familie aus dem Vikariatsort Langenselbold nach Hettenhausen. Die Einf\u00fchrung erfolgte am Ostersonntag durch den bisherigen Vakanzleiter Pfarrer Karl Birkenstock. Am 21. April 1969 war die offizielle Amts\u00fcbergabe mit Dekan Otto Geffert. Unter Pfarrer Alfred Kunkel wurden ab 1971 j\u00e4hrlich Familienfreizeiten in \u00d6sterreich oder S\u00fcdtirol und ab 1972 zus\u00e4tzlich j\u00e4hrlich eine Seniorenfreizeit in \u00d6sterreich durchgef\u00fchrt, an die heute noch viele zur\u00fcckdenken. Im Oktober 1972 wurde ein Ortsverband der Christlichen Pfadfinder VCP &#8222;Gottfried von Ebersberg&#8220; gegr\u00fcndet, dem eine \u00fcberaus aktive Jugendarbeit mit vielen Nordlandfahrten u. a. nach Norwegen und Schweden folgten. Im Oktober 1978 erfolgte der erste Spatenstich f\u00fcr das Begegnungszentrum Martin-Luther-Haus, in dem viele Gruppen eine Wirkungsst\u00e4tte f\u00fcr ihre gemeindlichen Aufgaben gefunden haben. Weiter wurde eine Grundrenovierung des Innenraums unserer Kirche vorgenommen; auch das Kirchendach und der Kirchturm wurden erneuert. 1979 wurde anl\u00e4sslich des 100-j\u00e4hrigen Bestehens unserer Kirche und 1985 anl\u00e4sslich 450 Jahre Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Hettenhausen eine Jubil\u00e4umskirchweih veranstaltet. 1984 wurde die Kirchenorgel grundlegend restauriert. Am 27. Januar 1991 hielt Pfarrer Alfred Kunkel seinen letzten Gottesdienst nach 22-j\u00e4hriger T\u00e4tigkeit in Hettenhausen und wurde mit Wirkung vom 31. Januar 1991 in den Ruhestand versetzt. Der Abschiedsgottesdienst fand durch Dekan Reinhold Kalden am 24. Februar 1991 mit einer anschlie\u00dfenden Feierstunde im Martin-Luther-Haus statt. Die gesamte Pfarrersfamilie war immer sehr aktiv in das Gemeindegeschehen mit eingebunden und ist unserer Gemeinde bis heute sehr herzlich verbunden. Pfarrer Alfred Kunkel lebte seit seinem Ruhestand mit seiner Frau Christine in Marbach und vollendete im August 2021 sein 95. Lebensjahr. Am 19. Oktober 2022 feierte das Paar sein Eisernes Ehejubil\u00e4um. Kurz darauf verstarb Pfarrer i.R. Alfred Kunkel am 28. Oktober 2022 im hohen Alter von 96 Jahren. Wir werden ihm in unserer Gemeinde f\u00fcr immer ein ehrendes Andenken bewahren.<\/p>\n<p>Der Dalherdaer Pfarrer Walter Gro\u00dfke \u00fcbernahm die Vakanzzeit bis zur Berufung eines neuen Pfarrers.<\/p>\n<p>Mit Wirkung vom 1. Februar 1992 \u00fcbernahm Pfarrer <strong>Jochen Lins (1992-1999)<\/strong> die Pfarrstelle in Hettenhausen. Seine Vorstellung erfolgte am 10. Mai 1992 durch Dekan Reinhold Kalden. Als sich nach zweij\u00e4hriger T\u00e4tigkeit der Kirchenvorstand f\u00fcr Jochen Lins als Gemeindepfarrer entschieden hatte, erfolgte die offizielle Einf\u00fchrung am 9. Oktober 1994 durch Dekan Kalden. Als Gemeindepfarrer wirkte er bis 31. Juli 1999 in Hettenhausen.<\/p>\n<p>Pfarrer <strong>Arne Schmitz (1999-2005)<\/strong> kam am 1. August 1999 als Pfarrer mit seiner Familie nach Hettenhausen. Nach einj\u00e4hriger T\u00e4tigkeit fand am 10. Dezember 2000 um 14:00 Uhr der Einf\u00fchrungsgottesdienst statt mit anschlie\u00dfendem Empfang in der Mehrzweckhalle in Hettenhausen. Die Gr\u00fcndung einer Theatergruppe fand in seiner Amtszeit statt. Mit Wirkung vom 31. Oktober 2005 wurde er nach Sterbfritz versetzt.<\/p>\n<p>Am 1. November 2005 wurde Pfarrer <strong>Dieter Dersch (2005-2014)<\/strong> nach seiner Ordination Gemeindepfarrer in Hettenhausen und zog im April 2006 in das neu renovierte Pfarrhaus ein. Am 2. Februar 2014 wurde Pfarrer Dersch mit einem Gottesdienst und einer bewegenden Feier in der Mehrzweckhalle Hettenhausen verabschiedet. Er ist seitdem f\u00fcr Sonderprojekte und Gro\u00dfveranstaltungen (z. B. den Hessentag oder die Landesgartenschau) bei der Landeskirche in Kassel verantwortlich, unterst\u00fctzt uns aber nach wie vor in besonderen F\u00e4llen.<\/p>\n<p>Nach rund einem halben Jahr Vakanzzeit, in der Pfarrer Georg Ander-Moln\u00e1r aus Bieberstein-Dipperz die Kirchengemeinde vertretungsweise geleitet hat, wurde am 3. August 2014 der in Gersfeld aufgewachsene Pfarrer <strong>Gottfried M\u00fcller (2014-2020)<\/strong> in einem feierlichen Gottesdienst vom stellvertretenden Dekan Steffen Blum und Pfarrer Georg Ander-Moln\u00e1r eingef\u00fchrt. Er kam aus seinem bisherigen Wirkungskreis in Homberg-H\u00fclsa mit seiner Frau und zwei Kindern in die Rh\u00f6n zur\u00fcck. In seine Amtszeit fiel die Zusammenlegung mit der Kirchengemeinde Dalherda mit Poppenhausen zu einem Kirchspiel im August 2015. Somit war er ab diesem Zeitpunkt auch f\u00fcr die Kirchengemeinde Dalherda als gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Pfarrer zust\u00e4ndig. Die pfarramtliche Versorgung des Gemeindeteils Poppenhausen sollte weiter vom Pfarrer der Kirchengemeinde Bieberstein-Dipperz mit einer Viertelstelle \u00fcbernommen werden. In 2019\/20 wurde die umfangreiche Restaurierung und Rekonstruktion unserer Adam-Eifert-Orgel durchgef\u00fchrt. Anfang 2020 entschied sich Pfarrer M\u00fcller aus privaten Gr\u00fcnden, zuk\u00fcnftig eine Vertretungsstelle im Kirchenkreis Fulda zu \u00fcbernehmen. Somit wurde er am 31. Mai 2020 (Pfingstsonntag) von Dekan Bengt Seeberg aus der Gemeinde verabschiedet. Pfarrer Gottfried M\u00fcller verstarb am 16. August 2020 nach kurzer Krankheit; er wurde in Gersfeld beigesetzt.<\/p>\n<p>Die Vakanz von Juni bis Oktober 2020 \u00fcbernahm Pfarrer Maximilian Weber-Weigelt aus Bieberstein-Dipperz.<\/p>\n<p>Am 31. Oktober 2020 trat Pfarrer <strong>Jonas Schindelmann (2020-2022) <\/strong>bei uns seine erste Pfarrstelle an. Der geb\u00fcrtig aus dem nordhessischen Schwalmstadt stammende Pfarrer Schindelmann absolvierte nach seinem Studium die Vikariatszeit in Neuberg in der N\u00e4he von Hanau und wurde am 25. Oktober 2020 in der Christuskirche Fulda ordiniert. Er wurde durch Dekan Bengt Seeberg im Gottesdienst zum Reformationstag der Gemeinde vorgestellt und in sein Aufgabengebiet eingef\u00fchrt. In seinem zweiten Gottesdienst, gleich am folgenden Tag, feierten wir zusammen mit Pr\u00e4lat Bernd B\u00f6ttner die feierliche Einweihung der restaurierten Orgel in unserer Kirche. Zum 1. Januar 2021 haben sich die beiden ehemals selbst\u00e4ndigen\u00a0 Kirchengemeinden Hettenhausen und Dalherda zu einer Gemeinde zusammengeschlossen. Eine anspruchsvolle Aufgabe erwartete damit Pfarrer Schindelmann, die Gemeinde zusammenwachsen zu lassen und das Gemeindeleben zu gestalten. Zum 31. Juli 2022 verlie\u00df Pfarrer Schindelmann unsere Gemeinde aus pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden; er hatte den Pr\u00e4laten der Landeskirche um eine Versetzung nach Oberaula gebeten, um k\u00fcnftig nicht mehr so weit von seiner Lebensgef\u00e4hrtin, die ebenfalls Pfarrerin ist, entfernt zu sein.<\/p>\n<p>Die Vakanzvertretung von August 2022 bis Juni 2023 \u00fcbernahmen Pfarrer Helmut Stradal aus Gersfeld (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung) und Pfarrer Bernd Hollatz (Gottesdienste und Kasualien).<\/p>\n<p>Die Einf\u00fchrung der neuen Gemeindepfarrerin <strong>Beate Ehlert (2023-2025)<\/strong> fand am 2. Juli 2023 in einem besonders feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Georg Hettenhausen statt. Der stellvertretende Dekan Marvin Lange f\u00fchrte Frau Ehlert offiziell in ihr Amt ein. In Neum\u00fcnster, Schleswig-Holstein geboren und aufgewachsen, studierte Beate Ehlert in Heidelberg und Hamburg, lebte zweieinhalb Jahre in S\u00fcdafrika und war anschlie\u00dfend als Pfarrerin in der Nordkirche t\u00e4tig. 2007 wechselte sie in unsere Landeskirche und arbeitete als Pfarrerin in der Kirchengemeinde Bad Soden-Salm\u00fcnster. Von 2014 bis 2023 schlie\u00dflich war sie Pfarrerin in der Kirchengemeinde Hohes Lohr in Haina, bevor sie Ende Juni 2023 zusammen mit ihrem 19-j\u00e4hrigen Sohn in das Pfarrhaus in Hettenhausen eingezogen ist. Ende April 2025 verlie\u00df Pfarrerin Ehlert unsere Gemeinde auf eigenen Wunsch, um neue Aufgaben im Kirchenkreis zu \u00fcbernehmen; am 27. April 2025 wurde sie in einem Gottesdienst vom stellvertretenden Dekan Marvin Lange aus dem Dienst in unserer Gemeinde entlassen.<\/p>\n<p>Die Vakanzvertretung ab Mai 2025 \u00fcbernahm Pfarrerin Julia Kaiser aus K\u00fcnzell. Ab November 2025 wiederum ist Pfarrer Helmut Stradal aus Gersfeld f\u00fcr die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung w\u00e4hrend der noch andauernden Vakanz zust\u00e4ndig und l\u00f6st damit Julia Kaiser ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: center;\">_______________________________________________<\/p>\n<p>* Im Text befinden sich einige M\u00fcnzangaben. So hatte um 1700 ein Gulden (fl.) eine Kaufkraft, die heute (als grobe Orientierung)\u00a0 40-50 \u20ac entspr\u00e4che. 1747 mussten beispielsweise in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen f\u00fcr einen Gulden ein Meister 2 Tage, ein Geselle etwa 2\u00bd und ein Tagel\u00f6hner 3 Tage zu jeweils 13,5 Arbeitsstunden an den herrschaftlichen Bauten arbeiten. Der Taler wurde auf 90 Kreuzer gesetzt, so dass der Gulden 2\/3 eines Talers entsprach. In Norddeutschland wurden in der Tat 2\/3-Taler gepr\u00e4gt. Ein Taler hatte somit den Wert von ca. 1,5 Gulden. Heute entspricht 1 Gulden einer Kaufkraft von ca. 10 \u20ac.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(u. a. aus der Chronik von Hettenhausen anl\u00e4sslich des 1050-j\u00e4hrigen Bestehens im Jahr 2006, nach den Aufzeichnungen des Chronisten Friedrich Waldschmidt, Hettenhausen)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus der Zeit vor Beendigung des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges sind uns nur die Namen von drei Geistlichen bekannt geblieben: Peter Donsel 1474, Valentin Gutmann 1505, Jeremias Wengeslei 1624 Nach der Wiedereinnahme der Kirche im Jahr 1649 wurde die hiesige Pfarrei von dem in Gersfeld von 1634-1669 amtierenden Pfarrer Hermann Ruprecht mitversehen, bis sie im Jahr 1653 [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":164,"menu_order":60,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-9134","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Pfarrer damals und heute - Ev.-luth. 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