{"id":9131,"date":"2021-06-06T13:55:59","date_gmt":"2021-06-06T11:55:59","guid":{"rendered":"https:\/\/kirche-hettenhausen.de\/site\/?page_id=9131"},"modified":"2022-10-25T12:57:09","modified_gmt":"2022-10-25T10:57:09","slug":"von-glocken-und-pfeifen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kirche-hettenhausen.de\/site\/unsere-kirchen\/kirche-st-georg-hettenhausen\/von-glocken-und-pfeifen\/","title":{"rendered":"Von Glocken und Pfeifen"},"content":{"rendered":"<h3><span style=\"color: #db1385;\">Die Ablieferung der Glocken und Orgelpfeifen 1917<\/span><\/h3>\n<p>Als w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs die Einfuhr durch die feindliche Blockade gesperrt wurde, machte sich bald ein Mangel an allen m\u00f6glichen Dingen bemerkbar. Um das f\u00fcr die Kriegsindustrie erforderliche Kupfer zu beschaffen, kam es zur <strong>Beschlagnahmung der Kupfer- und Messingger\u00e4te und schlie\u00dflich zur Enteignung der Kirchenglocken.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Unsere Kirche hatte drei aus Bronze gegossene Glocken<\/strong>, ein wenig harmonisch klingendes Gel\u00e4ut. Kein Wunder, die arme Gemeinde hatte sich kein einheitliches Gel\u00e4ut aus einem Guss leisten k\u00f6nnen; der Not gehorchend war es nach und nach beschafft worden und jede Glocke ging aus einer anderen Glockengie\u00dferei hervor. Alle drei Glocken verfielen nun der Anmeldung zur Beschlagnahmung, und nur die kleinste sollte der Gemeinde vorl\u00e4ufig noch belassen bleiben. <strong>Auf Antrag des Pfarrers Habicht wurde die beh\u00f6rdliche Anordnung dahin ge\u00e4ndert, dass die Kirche doch wenigstens die gr\u00f6\u00dfte und \u00e4lteste Glocke bis auf weiteres behalten durfte.<\/strong> Ihre Ablieferung ist dann nicht mehr erfolgt, so dass wir uns ihrer, wenigstens ihres historischen Wertes wegen noch heute erfreuen d\u00fcrfen. Diese Glocke, im Volksmund die Zw\u00f6lfuhrglocke genannt, hat einen unteren Durchmesser von 0,75 m und eine H\u00f6he von 0,72 m. Sie h\u00e4ngt an sechs geschwungenen Henkeln und tr\u00e4gt folgende Inschrift:<\/p>\n<ul style=\"list-style-type: circle;\">\n<li>1. Zeile:<br \/>\n<em>Adam von Ebersberg gen, von Weihers PT Collator<\/em><\/li>\n<li>2. Zeile:<br \/>\n<em>Johannes Neumann P. T. Pastor.<\/em><\/li>\n<li>3. Zeile:<br \/>\n<em>Soli Deo Gloria<\/em><\/li>\n<li>4. Zeile:<br \/>\n<em>Johannes Ulrich von Hersfeld gos mich anno 1696<\/em><\/li>\n<li>5. Zeile:<br \/>\n<em>Hans Lamb u. Balzer Handwerk<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.deutsche-digitale-bibliothek.de\/item\/7EIOORRRVU7NZR2W2NQS4MQHKQY3J4ZE?isThumbnailFiltered=true&amp;query=hettenhausen&amp;rows=20&amp;offset=0&amp;viewType=list&amp;firstHit=PQYGHJX73O6LNKFZPKMW34TAZYVZEMAL&amp;lastHit=lasthit&amp;hitNumber=2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hettenhausen &#8211; Deutsche Digitale Bibliothek (deutsche-digitale-bibliothek.de)<\/a>, Quelle: Universit\u00e4tsbibliothek Kassel &#8211; Landesbibliothek und Murhardsche Bibliothek der Stadt Kassel<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die folgenden Glocken kamen zur Ablieferung:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Elfuhrglocke, unterer Durchmesser 0,65 m, H\u00f6he 0,61 m, Gewicht 133 kg, Inschrift: <em>Gos mich Johann und Georg Bendic Schneidewind in Frankfurt anno 1758<\/em><\/li>\n<li>Die kleine Glocke, unterer Durchmesser 0,46 m, H\u00f6he 0,45 m, Gewicht 55 kg, Inschrift: <em>Gegossen in der Stadt Fladungen vor die Pfarrei Hettenhausen 1795<br \/>\n<\/em>Sie hing, damit ihr Ton besser zur Geltung kommen sollte, im Schallloch auf der Westseite des Turms und diente lange Jahre als Schulglocke. Die gro\u00dfen Schulknaben hatten der Reihe nach die Verpflichtung, 1\/4 Stunde vor Beginn des Morgenunterrichts zur Schule zu &#8222;klingeln&#8220;. Bei der \u00dcbersiedlung in die neue Schule &#8211; November 1910 &#8211; lie\u00df man diesen Brauch fallen. Die Beaufsichtigung der &#8222;L\u00e4utejungen&#8220; war von dort aus zu schwierig, und kein Lehrer war gewillt, bei einem etwa vorkommenden Unfall die Haftpflicht zu tragen. In allen H\u00e4usern sind heutzutage genau gehende Uhren, so dass sich kein Kind mehr damit entschuldigen kann, die Zeit nicht gewusst zu haben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Nachdem die drei Glocken noch einmal ihren Klang gemeinsam \u00fcber das Dorf entsandt hatten, erfolgte <strong>am 12. Juni 1917 in der Zeit zwischen 10 und 1 Uhr ihre Abnahme<\/strong> durch den Beauftragten des Kreises Gersfeld, den Spenglermeister Friedrich aus Gersfeld, der sich noch der Mithilfe einer Anzahl M\u00e4nner aus dem Dorfe bediente. Der Verlust des Gel\u00e4utes, auf den Pfarrer Habicht am vorhergehenden Sonntag in seinem den Glocken zum Abschied gewidmeten tief empfundenen Worten hinwies, brachte uns die Schwere der Kriegszeit erneut zu Bewusstsein. Der Gedanke, dass wiederum zwei alte liebe Bekannte die Heimat auf ein Nimmerwiedersehen verlassen mussten, lie\u00df manche Tr\u00e4ne ins Auge treten. &#8211; Am 18. Juni \u00fcbernahm die Bahn die Bef\u00f6rderung der Glocken nach Gersfeld zur Sammelstelle. <strong>Als Entsch\u00e4digung erhielt die Kirchengemeinde nach Abzug der Ausbaukosten von 33,48 M. die Summe von 804 Mark.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bald nach Ablieferung der Glocken kam es auch zur Beschlagnahmung der Orgelpfeifen aus Zinn.<\/strong> Unsere Orgel hatte solche Pfeifen nur im Prospekt, w\u00e4hrend die Metallpfeifen im Innern der Orgel aus dem weniger wertvollen Zink hergestellt sind. Von den in drei Gruppen angeordneten Prospektpfeifen waren nur die gr\u00f6\u00dften, in der Mitte stehenden, t\u00f6nend. Die links und rechts stehende Gruppe diente nur zur Zierde. Durch das Herausnehmen der Pfeifen wurde das Register &#8222;Prinzipal 8 Fuss&#8220; unbrauchbar, weil es die 15 T\u00f6ne vom B in der gro\u00dfen Oktave bis zum eingestrichenen c verlor. Die Zahl der stummen Pfeifen betrug 60, <strong>die Gesamtzahl der abgelieferten Pfeifen 75<\/strong>. Den Ausbau der Orgelpfeifen nahm der Orgelbauer Schedel aus Fulda vor.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Anmerkung:<\/span> Die Orgel hat im Jahr 2020 im Zuge der umfassenden Restaurierung und Rekonstruktion wieder ihre Prospektpfeifen aus Zinn erhalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><span style=\"color: #db1385;\">Ein neues Gel\u00e4ute f\u00fcr die Kirche<\/span><\/h3>\n<p><strong>Bald nach Beendigung des Weltkrieges ging man \u00fcberall in Deutschland an die Beschaffung neuer Kirchenglocken.<\/strong> Der schwierigste Punkt dieser Angelegenheit bildete die Geldfrage, die zu l\u00f6sen bei der einsetzenden Geldentwertung nicht leicht war. Durch eine Haussammlung suchte man in Hettenhausen <strong>im April 1920 einen Glockenfonds<\/strong> zu begr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Mehrere Tausend Mark kamen zusammen, Papiermark, \u00fcber deren wahren Wert sich damals noch niemand in Hettenhausen im Klaren war, weil uns der Ma\u00dfstab, der Kurs der Mark im Ausland, unbekannt blieb. Mit Genugtuung sah man den Fonds durch Spenden und Kirchensammlungen zu einer recht betr\u00e4chtlichen H\u00f6he wachsen, bis er dann <strong>im Jahr 1923 unter der vollst\u00e4ndigen Papiermarkentwertung in ein Nichts versank.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Erst 1925, als wir in der Rentenmark einen reellen Wert hatten, tauchte der Plan, der Kirche wieder ein w\u00fcrdiges Gel\u00e4ut zu geben, von neuem auf<\/strong>. Zwei Meinungen standen sich gegen\u00fcber. Die Anh\u00e4nger der einen Richtung wollten wie vor der Inflation durch Ansammlung eines gr\u00f6\u00dferen Kapitals die Mittel f\u00fcr die Beschaffung von Glocken aus edlem Metall, aus Bronze, zuerst sichern, bevor eine Bestellung erfolgte; die Ansicht der anderen ging dahin, m\u00f6glichst rasch Glocken gie\u00dfen zu lassen, Stahlglocken, die sich im Preis bedeutend billiger stellten und erst nachher an die Aufbringung des Geldbetrags heranzutreten. Besichtigungsreisen nach Steinhaus bei Fulda, nach Kothen u. a. best\u00e4rkten sie noch in ihrem Eifer f\u00fcr die Sache. Ende September 1925 unternahmen etwa 20 Gemeindeglieder eine Autofahrt nach Zella bei Tann, wohin der Bochumer Verein ein neues Gel\u00e4ute aus Silberstahl geliefert hatte. Der Eindruck, den der volle harmonische Klang dieser Glocken auf alle Teilnehmer der Fahrt machte, war derart, dass der Kirchenvorstand noch in derselben Woche Verhandlungen mit dem Bochumer Verein zwecks Lieferung desselben Gel\u00e4utes ankn\u00fcpfte. Das Geb\u00e4lk des alten Glockenstuhls wurde nicht f\u00fcr kr\u00e4ftig genug gehalten, Glocken von solchem Gewicht zu tragen, weshalb auch gleich ein eiserner Glockenstuhl angeschafft wurde. Die Firma in Bochum verpflichtete sich, beides, Glocken und Glockenstuhl, zu liefern, und zwar mit einer solchen Beschleunigung, dass sie schon am Heiligen Abend ihren Klang hinaus durchs Land tragen sollten. Nun musste auch die finanzielle Frage gel\u00f6st werden. Mitglieder des Kirchenvorstands gingen von Haus zu Haus, Spenden bzw. Zeichnungen f\u00fcr den Glockenfonds entgegenzunehmen. Trotz der Geldknappheit wurden noch 4897 M gezeichnet (Hettenhausen 3751 M, Altenfeld 304 M, Gichenbach 642 M, Schmalnau 200 M).<\/p>\n<p><strong>Anfang Dezember waren die Glocken in Bochum fertiggestellt<\/strong>, so dass sie nach der am 8. Dezember erfolgten Tonpr\u00fcfung durch den Beauftragten der Kirchengemeinde, den ihr als Musiksachverst\u00e4ndigen empfohlenen Pfarrer Glebe in Bochum, zum Versand gebracht werden konnten. Aus dem Gutachten seien hier nur einige S\u00e4tze angef\u00fchrt: &#8222;Die Glocken sollen vertragsgem\u00e4\u00df die Schlagt\u00f6ne f- as- b haben. Die kleinste Glocke hat einen edlen, hellen und weittragenden Ton. Der Schlagton &#8222;as&#8220; entspricht genau der internationalen Stimmung, ist stark und wohlklingend.\u00a0 Der Schlagton &#8222;f&#8220; hat einen ernsten, sonoren, vollen Ton mit etwas dunkler F\u00e4rbung.&#8220;<\/p>\n<p>Dienstag, den 15. Dezember trafen die Glocken hier ein, allgemein wegen ihrer Gr\u00f6\u00dfe bewundert. Noch an demselben Tage wuden sie an der Kopframpe der Bahn ausgeladen und zur Abfahrt auf Holzschlitten bereit gestellt. <strong>Am 16. Dezember fand die feierliche Einholung der Glocken statt<\/strong>. Ein herrlicher Tag! Schnee bedeckte die Landschaft, dazu herrlicher Sonnenschein. Die Feier begann um 11 1\/2 Uhr am Bahnhof, wo sich die Gemeinde, festlich gekleidet, eingefunden hatte, durch einen Choral der Musikkapelle Gersfeld. Nach dem dreistimmigen Sch\u00fclerchor der Ortsklasse: &#8222;Lobe den Herren&#8230;&#8220; gedachte Pfarrer Habicht in seiner Ansprache der alten Glocken und begr\u00fc\u00dfte die neuen. Er danke allen, die sich um das Zustandekommen des Werkes bem\u00fcht und zu den Kosten beigesteuert hatten.<\/p>\n<p>Festzug: Sch\u00fcler von Hettenhausen und Gichenbach mit den Lehrern, die Jungfrauen, die Musikkapelle, Pfarrer mit Kirchenvorstand, die Glocken, festlich mit Kr\u00e4nzen geschm\u00fcckt (1. Schlitten: die kleinste Glocke mit 2 Pferden, 2. Schlitten: die mittlere Glocke mit 3 Pferden, 3. Schlitten: die gro\u00dfe Glocke mit 4 Pferden bespannt), es folgte die Gemeinde. Vor der Kirche endete die Feier mit Gebet und Gemeindegesang mit Musikbegleitung: &#8222;Nun danket alle Gott&#8220;. W\u00e4hrend der Festzug sich nach der Kirche hin bewegte, l\u00e4utete die alte Glocke.<\/p>\n<p><strong>Am Sonntag, den 20. Dezember fand im Morgengottesdienst die Weihe der Glocken, die in der Kirche vor den Altar gebracht worden waren, statt.<\/strong> Unter Leitung eines Monteurs aus Bochum wurde Tag und Nacht an der Aufstellung des Glockenstuhls gearbeitet, so dass die Aufh\u00e4ngung der Glocken am 21. Dezember ausgef\u00fchrt werden konnte. <strong>Richtig, wie versprochen, lie\u00dfen die Glocken am 24. Dezember 1925 vormittags um 11 1\/2 Uhr ihre Stimmen zum ersten Mal erschallen, erst einzeln, dann im Chor: &#8222;feierlichfroh!&#8220;<\/strong> Noch an demselben Tag l\u00e4uteten sie am Nachmittag um 2 Uhr beim Begr\u00e4bnis des Landwirts und Holzwarenh\u00e4ndlers Johann Kreiss aus dem Schafhof (Haus Nr. 9).<\/p>\n<p>1. Glocke: f = 1,333 m Durchmesser, 1,185 m H\u00f6he, 1010 kg Gewicht der Glocke, 320 kg Zubeh\u00f6r, Inschrift: <em>Ehre sei Gott in der H\u00f6he<\/em><\/p>\n<p>2. Glocke: as = 1,100 m Durchmesser, 1,005 m H\u00f6he, 560 kg Gewicht der Glocke, 220 kg Zubeh\u00f6r, Inschrift: <em>Friede auf Erden<\/em><\/p>\n<p>3. Glocke: b = 0,960 m Durchmesser, 0,865 m H\u00f6he, 400 kg Gewicht der Gocke, 160 kg Zubeh\u00f6r, Inschrift: Den Menschen ein Wohlgefallen<\/p>\n<p>Die Bezahlung der Glocken erfolgte in Raten bis zum 1. Juli 1926.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-12451 size-large\" src=\"https:\/\/www.kirche-hettenhausen.de\/site\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/IMG-20221025-WA0001-1024x768.jpg\" alt=\"Pfarrkirche St. Georg\" width=\"770\" height=\"578\" srcset=\"https:\/\/www.kirche-hettenhausen.de\/site\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/IMG-20221025-WA0001-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.kirche-hettenhausen.de\/site\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/IMG-20221025-WA0001-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.kirche-hettenhausen.de\/site\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/IMG-20221025-WA0001-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.kirche-hettenhausen.de\/site\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/IMG-20221025-WA0001-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.kirche-hettenhausen.de\/site\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/IMG-20221025-WA0001.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 770px) 100vw, 770px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<div class=\"entry\">\n<p style=\"text-align: center;\">____________________________________________<\/p>\n<p>* Im Text befinden sich einige M\u00fcnzangaben. So hatte um 1700 ein Gulden (fl.) eine Kaufkraft, die heute (als grobe Orientierung)\u00a0 40-50 \u20ac entspr\u00e4che. 1747 mussten beispielsweise in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen f\u00fcr einen Gulden ein Meister 2 Tage, ein Geselle etwa 2\u00bd und ein Tagel\u00f6hner 3 Tage zu jeweils 13,5 Arbeitsstunden an den herrschaftlichen Bauten arbeiten. Der Taler wurde auf 90 Kreuzer gesetzt, so dass der Gulden 2\/3 eines Talers entsprach. In Norddeutschland wurden in der Tat 2\/3-Taler gepr\u00e4gt. Ein Taler hatte somit den Wert von ca. 1,5 Gulden. Heute entspricht 1 Gulden einer Kaufkraft von ca. 10 \u20ac.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>(u. a. aus der Chronik von Hettenhausen anl\u00e4sslich des 1050-j\u00e4hrigen Bestehens im Jahr 2006, nach den Aufzeichnungen des Chronisten Friedrich Waldschmidt, Hettenhausen)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ablieferung der Glocken und Orgelpfeifen 1917 Als w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs die Einfuhr durch die feindliche Blockade gesperrt wurde, machte sich bald ein Mangel an allen m\u00f6glichen Dingen bemerkbar. Um das f\u00fcr die Kriegsindustrie erforderliche Kupfer zu beschaffen, kam es zur Beschlagnahmung der Kupfer- und Messingger\u00e4te und schlie\u00dflich zur Enteignung der Kirchenglocken. 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