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Arbeiten am historischen Fundament

Willi Dietz (l.) und Reinhold Gebhardt (r.) bei Arbeiten am Fundament

Willi Dietz (l.) und Reinhold Gebhardt (r.) bei Arbeiten am Fundament

Der Kirchturm der Ev.-Luth. Pfarrkirche St. Georg in Hettenhausen galt lange Zeit als der spitzeste Kirchturm der Rhön. Wie eine Nadel ragte er in den Himmel, bevor er 1979 aus baulichen Gründen um 3 Meter gekürzt werden musste. Derzeit gilt unsere Aufmerksamkeit dem Fundament des Kirchturmes, das schon den Turm der Kirche in Hettenhausen getragen hat. Die hohe Feuchtigkeit im Erdreich um den Kirchturm wurde in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich vom Sandstein der Fundamente in das darüber liegende Mauerwerk weitergegeben. Die Folgen waren Ablösungen des Putzes von den Innenwänden. Die schadhaften Putzstellen wurden mitlerweile entfernt und mit einem speziellen Unterputz versehen. Da dieser Putz sehr langsam trocknen muss, um Rissbildungen zu vermeiden, ziehen sich die weiteren Arbeiten entsprechend in die Länge. Zwischenzeitlich wurde das Fundament des Kirchturmes von außen freigelegt, um Maßnahmen zu treffen, die Feuchtigkeit künftig schneller in das Erdreich abzuleiten. Dabei wurden die Blitzableiter und die Anschlüsse der Dachrinnen erneuert. Bei der Entfernung des äußeren Putzes wurde eine zugemauerte Rundbogentür an der Südseite des Turmes freigelegt. Offensichtlich handelt es sich hier um eine Tür der alten Kirche. Auch diese Arbeiten wurden mit der Unterstützung ehrenamtlicher Helfer durchgeführt, denen die Kirchengemeinde Hettenhausen auch auf diesem Wege herzlich dankt!

 

Verborgene Tür entdeckt

Ehemaliger Zugang zur Kirche an der Südseite des Turmes

Ehemaliger Zugang zur Kirche an der Südseite des Turmes

Bei den baulichen Maßnahmen am Turm zur Verminderung der Feuchtigkeit im Gemäuer wurde auf der Südseite des Kirchturms eine zugemauerte Tür freigelegt. Erkennbar ist, dass die Tür einen Rundbogen besitzt. Deutlich ist auch, dass der Eingang zur Kirche weit tiefer gelegen hat als heute. Ob diese Tür bereits aus der Zeit der ersten Kirche stammt oder erst 1650 eingebaut wurde, ließ sich bislang nicht ermitteln. Im Innenraum des Turmes wurde beim Entfernen des schadhaften Putzes eine vermauerte rechteckige Nische in der Wand freigelegt. Da sich der Altar in der Vorgängerkirche im Turm befand, könnte es sich um die Reste eines Tabernakels (zur Aufbewahrung geweihter Hostien) aus vorreformatorischer Zeit handeln.